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29. Januar 2010
Schmalspurjournalismus à la DuMont
Es ist wieder Jagdsaison! Nach einer
längeren Phase des Totschweigens sieht sich der DuMont-Zeitungskonzern
(Stadt-Anzeiger, Rundschau, Express) in letzter Zeit offenbar wieder genötigt,
pro Köln und pro NRW medial zu attackieren. Insbesondere die
Landtagskandidatur von pro NRW und die große mediale Aufmerksamkeit im Fernsehen
und in überregionalen Zeitungen scheint den Damen und Herren im „Glaspalast“ an
der Amsterdamer Straße Kopfschmerzen zu bereiten, so dass die redaktionelle
Linie des „Aussitzens“ nunmehr immer öfter verlassen wird.
Das ist dann naturgemäß die Zeit der
Schmalen- und Frangenbergs, der Damms und Bergers, die ihre journalistischen
Spürnasen bekanntlich eifrig in den zeitgeistigen Wind halten und sich für keine
mediale Schmutzkübelattacke gegen die Pro-Bewegung zu schade sind. Neuestes
Opfer wurde nun der deutsch-schwedische Unternehmer Patrik Brinkmann, der vor
kurzem der Bürgerbewegung pro NRW beigetreten ist und angekündigt hat, die
Pro-Bewegung in den nächsten Jahren mit insgesamt 5 Millionen Euro unterstützen
zu wollen.
Das hat wohl bei Freund und Feind gesessen
und nun wahrhaft detektivische Talente bei Detlef Schmalenberg und seinem
Co-Autoren Johannes Gamillscheg zum Vorschein gebracht. Eifrig haben die beiden
heute im Stadt-Anzeiger vermeintlich „belastende Indizien“ aus der Vita des
neuen Großspenders der Pro-Bewegung zusammengetragen. Der erhoffte politische
Skandal kam dabei freilich nicht heraus, stattdessen gab es ein buntes Potpourri
an diffusen und aus dem Zusammenhang gerissenen Anschuldigungen bzgl. der
wirtschaftlichen Tätigkeiten von Herrn Brinkmann. Interessant dabei: Selbst
Schmalenberg musste zähneknirschend einräumen, dass Patrik Brinkmann regelmäßig
erfolgreiche Investitionen in Millionenhöhe tätigt und offenbar über ausreichend
finanzielle Mittel verfügt, die angekündigte Unterstützung der Pro-Bewegung auch
in die Tat umsetzen zu können.
Hierzu erklärt der pro-Köln- und
pro-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht:

„Herr Schmalenberg hat journalistisch auch
schon bessere Zeiten hinter sich. Zumindest waren seine früheren Hetzartikel
gegen pro Köln und pro NRW bisweilen etwas phantasievoller geschrieben und
interessanter zu lesen. Der heutige Artikel hingegen ist mehr als wirr und
diffus. Zu den politischen Inhalten Herrn Brinkmanns fällt Schmalenberg nicht
viel mehr ein, als dass Patrik Brinkmann von deutschen Rechtsextremisten als ‚prosemitisch’
und ‚israelfreundlich’ kritisiert wird. Wenn Herr Schmalenberg sonst keine
Probleme hat, ist er wirklich zu beneiden! Aber immerhin scheint nun wenigstens
auch der Letzte beim Stadt-Anzeiger begriffen zu haben, dass die mediale
Nazikeule gegen pro Köln oder pro NRW wirklich nur noch lächerlich wirkt …
Festzuhalten bleibt also: Die zunehmende
öffentliche Aufmerksamkeit für den prominenten Neuzugang zur Pro-Bewegung und
für die sehr aussichtsreiche pro-NRW-Landtagskandidatur zwingt selbst die
DuMont-Zeitungen wieder zu berichten, nachdem diese sonst z. B. die umfangreiche
Tätigkeit der pro-Köln-Ratsfraktion fast gänzlich totschweigt.
Schon jetzt gibt es laut Umfragen ein
Potential von 6 % für die sonstigen Parteien bei der Landtagswahl im Mai.
Anscheinend macht das nicht nur die NRW-Altparteien, sondern auch Schmalenberg
und Co. nervös. Kein Wunder, hat man schließlich in Köln 2009 die Erfahrung
gemacht, dass man von Seiten der DuMont-Presse noch kurz vor der Kommunalwahl
pro Köln weit weniger als 2 % prognostiziert hat und die Bürgerbewegung dann
aber mit 5,4 % in den Stadtrat eingezogen ist!
Herr Brinkmann und ich werden uns jedenfalls
heute Abend in der österreichischen Hauptstadt Wien mit dem
Vlaams-Belang-Fraktionsvorsitzenden Filip Dewinter und dem FPÖ-Vorsitzenden HC
Strache zu Gesprächen treffen, in denen wir die weitere Strategie für die
Pro-Bewegung in Deutschland erörtern werden. Denn das ist sicher politisch
relevanter als ein weiterer mäßig origineller Hetzartikel aus dem Hause DuMont.““
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