Integration unerwünscht?
Landesweit niedrige Wahlbeteiligung bei den
Wahlen zum Integrationsrat offenbart Defizite gutmenschlicher
Integrationspolitik
Wahlen sind eine tolle Sache. Sie
erlauben Mitbestimmung und verleihen das Gefühl der Teilhabe. Beklagenswert
ist immer, wenn sich daran zu wenige Bürger beteiligen. So war auch bei den
gestrigen Wahlen zum Integrationsrat die Wahlbeteiligung ziemlich niedrig.
Landesweit fanden rund 90 Prozent der Migranten nicht den Weg an die Wahlurne.
Beklagen sollte sich darüber allerdings niemand. Zumindest die
pseudo-demokratischen Gutmenschen, die stets den Wunsch nach Integration
vortragen, dürften am besten mit Schweigen auf diese eklatante Absage an
jegliche Integrationswilligkeit reagieren. Denn danach sieht es zunächst –
rein oberflächlich betrachtet – aus. Wer sich nicht an Wahlen beteiligt, der
hat scheinbar auch kein Interesse an der Politik.
Auf die Wahlen des Integrationsrates trifft
dies aber nur zum Teil zu. Denn es waren vor allem türkische Moslems zur Wahl
aufgerufen, die aus vorwiegend türkischen Einheitslisten auswählen konnten.
Und da diese sich in der CDU bestens verwirklicht sehen dürften, besteht auch
kein dringender Anlass, sich an der Wahl eines Gremiums zu beteiligen, das wie
der Integrationsrat weder Krallen noch Zähne hat. Auch aufgerufen zur Wahl
waren die in Deutschland lebenden EU-Ausländer. Für sie kann angenommen
werden, dass sie der gleichen Überlegung gefolgt sind. Denn schließlich sind
sie bei den Kommunalwahlen ebenfalls wahlberechtigt und können hier echten
politischen Entscheidungsträgern ihre Stimme geben.
Zu den fulminant gescheiterten
Integrationsratswahlen erklärt der Kölner Ratsherr Jörg Uckermann, der die
pro-Bewegung im Kölner Integrationsrat vertritt: „Der gestrige Sonntag war vor
allem ein Offenbarungseid für ein von deutschem Steuergeld finanziertes
Gremium, das überflüssiger nicht sein könnte. An der Wahlurne hat sich
gezeigt, dass der gutmenschliche Ansatz in der Integrationspolitik schlicht
und einfach gescheitert ist. Denn gesiegt haben vor allem die von türkischen
Moslems dominierten Einheitslisten. Deren Vertreter sorgen seit Jahren dafür,
dass ihre Assimilationsunwilligkeit mit deutschem Steuergeld salonfähig
gemacht wird. Nach dem 9. Mai wird sich pro NRW auf Landesebene dafür
einsetzen, dass der Integrationsrat abgeschafft wird. Für echte Integration
braucht es keine Gremien und Arbeitskreise. Hier ist Realpolitik gefragt.
Deutsch lernt schließlich niemand in Sitzungen einer integrationsfeindlichen
Quasselbude wie dem Integrationsrat.“